Einfach weitergehen

by RITA Gumpricht on 29. April 2011

Leben – wie oft erscheint es mir als eine Abfolge von Bergen und Tälern und kein Ende ist abzusehen. Berge erscheinen hinter Bergen, verlieren sich schemenhaft in blauem Dunst und ich frage mich: „Wo ist der Horizont? Wo ist das Ziel und wann bin ich da?“
Wege führen mich manchmal sanft geschwungene grüne Hügel hinauf. Bin ich angekommen? Immer wieder erweist sich die Ankunft als Verschnaufpause. Nach einer Weile stellt sich ein Locken ein, das mich weiterzieht. Bergab und wieder hinauf. Zu einer besseren Aussicht? Zu einer neuen Erkenntnis? Ich weiß es nicht. Vor mir erscheinen Berge hinter Bergen, die sich in blauem Dunst verlieren.
Wann sehe ich klar? Kann ich überhaupt klar sehen? Ist es uns Menschen überhaupt möglich, klar zu sehen? Durch den blauen Dunst hindurch? Oder ist er es, der sich irgendwann verliert? Ist der blaue Dunst aussen oder ist er in mir? Ist er irgendwann und wodurch entstanden? Wo nahm er seinen Anfang? Gehört er zu dem, was wir Leben nennen dazu? Wurde er vielleicht als Gratisgabe obenauf gelegt? Ist es meine eingeschränkte Sicht, die als blauer Dunst auf meinen Augen liegt?

Leben – einfach weitergehen? Ist es das? Auf dem Weg sein, weiter die Hügel, die Berge hochsteigen, manchmal erklimmen? Erfahrungen machen, Begegnungen haben? Arme spüren, die plötzlich meine Schultern umfassen, mir weiterhelfen, nur, um mich wieder loszulassen?

Ich lese, was ich schreibe und frage mich, ist das Leben schwierig mit seinem Auf und Ab?

Bereitet es nicht vielmehr eine große Befriedigung die vielen, in den Fels gehauenen Stufen zu erklimmen?
Selbst wenn das Herz rast. Selbst wenn ich keuchend nach Luft schnappe und erschöpft versuche, sie in mich hineinzuziehen. Selbst, wenn die Muskeln vom Feuer durchglüht werden?
Jedes mal habe ich eine Grenze erweitert. Weggeschoben.
Überschritten.

Leben – Grenzen überschreiten, ist es das?
Grenzen, die ich selbst geschaffen habe?
Grenzen, die ich zu meiner Sicherheit gebautund an die ich geglaubt habe?
In Weite, in Grenzenlosigkeit stehen, ist das für mich möglich? Verliere ich mich da nicht selbst? Definiere ich mich denn über meine Grenzen? Brauche ich sie, um ich zu sein? Um mich zu spüren? Was geschieht, wenn niemand mehr an meine Grenzen, an meine Sicherheiten stößt? Fällt dann nicht mein Reagieren weg?
Ist das der Augenblick, in dem der Horizont sich öffnet, in dem der blaue Dunst sich selbst verliert?

Leben – mit und ohne Dunst – alles sind nur Gedanken. Gedanken, die Gefühle mit sich bringen. Gedanken, die von Erinnerungen getragen werden, von Erfahrenem. So lange sie uns nicht behindern das Leben zu genießen, können sie aufsteigen und weiterziehen. Wenn sie aber Macht über uns ausüben, uns nicht zur Ruhe kommen lassen, uns die Freude nehmen und uns einengen – dann ist es an der Zeit, etwas gegen sie zu unternehmen.
Wir alle haben uns verkörpert, um ein Leben in Fülle und Freude zu leben. Das Leben ist schön und wir sind seine Gestalter.
Durch das Gesetz der Anziehung erschaffen wir mit unseren Gedanken und Gefühlen  unsere Erfolge und auch unsere Niederlagen, unseren Überfluss und unseren Mangel.
Wir sind keinem blinden Schicksal ausgeliefert, wir schaffen unser Schicksal.
Das Gesetz der Anziehung ist völlig neutral. Es bewertet nicht und es bevorzugt nicht. Es überlässt uns die Wahl dessen, was wir zu uns ziehen wollen und da wir Energie sind, ziehen wir immer das an, was wir ausstrahlen. So ist also an uns die Frage: Was strahle ich aus?
Das, was ich denke und fühle schwingt in seiner jeweiligen Frequenz und beschert mir Reichtum oder Mangel, da es sich immer mit seines gleichen verbindet und nach den Gesetzmäßigkeiten der Anziehung das, was ich denke, zu mir bringt.

Glücklich leben kommt von Glücklichsein. Nur wenn ich glücklich bin, findet mich das Glück. Fülle kommt zur Fülle. Geld zu Geld. Erst, wenn ich Reichtum schätze, um nicht gleich zu sagen, liebe, dann kann die Vibration des Reichtums mich finden.

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