Immer wieder Kumbh Mela

by RITA Gumpricht on 7. März 2010

Topf oder Gefäß gefüllt mit Segen, ich glaube das bedeutet Kumbh Mela. Du bist dieses Gefäß, sagte Mataji in ihrer Rede. Ist dass nicht wunderschön? Unser Körper ist ein Gefäß, das gefüllt ist mit Segen. Unser Körper ist die Bekleidung unserer Göttlichkeit. Der Körper gibt „Gott“ die Möglichkeit sichtbar zu sein. Als Körper sind wir die Sichtbarwerdung des Göttlichen. Sehe ich mich als das Innere – bin ich Gott. Sehe ich mich als das Äußere, dann bin ich das ausgewählte Gefäß, das Gott in sich trägt. Es scheint mir, dass dieses Wissen in Indien mehr verwirklicht wird als im Westen. Und das ist es, was mich immer und immer wieder bewegt: Die Verwirklichung dessen, was ich, was wir sind. Ist es das, warum wir uns immer wieder verkörpern?

Wir waren im Ashram von Swami Shri Avdheshanand. Seema Johari, unsere Gastgeberin, hatte für eine kleine Gruppe ihrer Gäste eine Privataudienz erwirkt. Er ist seit langem ein Freund der Familie. Er war sehr freundlich, hat uns zum nächsten Dinner eingeladen und hat zum Abschluss jedem eine Rudraksha-Kette umgelegt. Ein riesiger alter Rudrakshabaum steht in seinem Ashram und hängt voll mit den kleinen grünen Früchten die in ihrem Inneren die braunen Samenperlen tragen. Im Tempel, ständiges Mantrasingen, vedische Verse, in Sanskrit natürlich. Die Luft ist von den Vibrationen des Gesanges erfüllt. In der Mitte, beschirmt von einer aufgerichteten Kobra, der Quecksilber-Lingam. Ich war besoffen von den Energien und umrundete torkelnd die Mitte.

Der Swami, ein Brahmane, unterrichtet in Sanskrit und den vedischen Schriften, ist sechzig oder fünfundsechzig Jahre alt. Als ich Bilder von ihm sah, dachte ich: Ja,ja, was fotoshop doch alles möglich macht. Dann saß ich einem Mann gegenüber der etwas von einem mit Lammnatur gefüllten Löwen an sich hat. Dessen Gesicht nicht nur Faltenfrei ist, sein Gesicht ist auch in seinem Alter noch nicht nach unten gerutscht. Es trägt die Festigkeit der Jugend in sich. Es unterliegt, so scheint es, nicht dem Gesetz der Schwerkraft.

www.prabhupremisangh.org

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