In Hongkong sind die Leinen los

by RITA Gumpricht on 3. Februar 2012

Ob Ihr es glaubt oder nicht, ich persönlich finde Hongkong wurde schlecht verankert. Die Engländer müssen die Halterungen der Inseln falsch berechnet haben und Besucher, wie ich eine bin, müssen darunter leiden – oder auch nicht. Auf jeden Fall schwankt der Boden unter den Füßen – und das kommt nicht von Erdstößen. Der Boden schwankt in immer währender Regelmäßigkeit hin und her. Nicht nur Hongkong Island. Auf den verschiedenen Inseln war es das Gleiche. Da wirste besoffen ohne Alkohol. So hat alles seine Vor- und Nachteile, Kater ohne Alkohol und Schwingungserhöhung einfach durch das DAsein in HKG. Ihr habt Euch mit Sicherheit schon gedacht: Ja, spinnt sie jetzt ganz? Inseln werden doch nicht verankert? Natürlich nicht – aber trotzdem schwankts! Vielleicht nicht Hongkong, aber ich! Und schön wars. Und großartig ists. Und grandios ists. Und riesig ists. Nimm Bangkok und pack noch 10 Schüppen  oben drauf und oder mehr, und dann wird vielleicht Hongkong draus. ( Nein, natürlich nicht. BKK ist ganz anders.) Durch Wasser, viiiel Grün und relativ wenig Autos ist die Luft gut, durchweht immer noch von einem Hauch Westlichkeit. Die alte Bergbahn die zum Peak hoch führt, der Weg durch den Stadtdschungel, die Stadtadler, die sich in den Winden wiegen, die Aussicht auf das Wasser, die in der Sonne glitzernden Wolkenkratzer ( welch ein Wort: Häuser die an den Wolken kratzen und das tun sie wirklich). Und, es ist schon etwas besonderes an dieser Stadt: Rundum von Wasser umspült, durchschnitten, harmonisch-großartig umsäumt die grünengrünen einzelnen Inseln – und natürlich auch fest verankert. Nur die Fähren von einer Stadtviertelinsel zur anderen, die schaukeln ganz schön. Und erst einmal Hongkong bei Nacht, und dann noch zum chinesischen Neujahrsfest. Das übertrifft fast alles, was ich mir bis jetzt vorstellen konnte. Abends in der Skybar des Hotels zu sitzen, Glaswände, Blick von oben, wie der Name schon erahnen lässt und rund herum die riesigen an den Wolken Kratzenden. Das Schoppen und Schlendern und Schauen und Essen ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Eine Überfülle an Waren und ebenso an Käufern. Vor Gucci, Dior und wie sie alle heißen stehen die Warteschlangen. Sehr gesittet, alle schön in Reih und Glied. Immer wieder fünf bis acht Leute werden hineingebeten. So bleibt die vornehme Leere erhalten – was es alles gibt! Frühstück – am liebsten Chinalike, mit eingeschweinten Tischen, nach dem Essen, Lautstärke und Leckereien einfach köstlich – Hongkong eben.

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