SELBSTERFÜLLENDE PROPHEZEIUNGEN

by admin on 9. November 2010

 

“Die Minute, in der man das zu tun beginnt, was man tun will,ist der Anfang einer wirklich anderen Art des Lebens.”
– Richard Buckminster Fuller, Erfinder

 

Wenn Sie zurückschauen, wissen Sie dann noch, wie oft Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Unerwünschtes und auf Unerfreuliches gelenkt haben? Und wissen Sie noch, wie oft Sie dann, wenn es eintraf, mehr oder weniger triumphierend gedacht und auch gesagt haben: Ich hab‘s ja gleich gesagt. Ich wußte es schon vorher.

Warum haben wir nur die fatale Neigung, uns mit dem, was wir im Grunde überhaupt nicht wollen, zu beschäftigen? Warum nur lenken wir unsere Aufmerksamkeit so oft auf die unerfreulichen und auch unschönen Dinge um uns herum?

Weil ich halt durch und durch realistisch bin und mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen stehe, so mögen Sie jetzt denken.

Sind wir süchtig nach negativen Dingen, Aussagen, Gedanken und vor allem nach negativen Gefühlen? Gibt es eine Negativbefriedigung?

Wer sagt uns denn, dass das, was wir sehen und fühlen und annehmen, die einzige und tatsächliche Realität ist? Sieht und erlebt nicht jeder von uns die Welt nach seiner eigenen Weise? Wessen Realität ist da die wirkliche?

Wenn Sie sich auf das, was Sie nicht wollen, konzentrieren, dann ziehen Sie es wie mit einem Magneten in Ihr Leben. Sie selbst sind dann der Magnet, der nach dem Gesetz der Anziehung das Unerwünschte in sein Leben zieht.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel aus meinem Leben geben: Nach ungefähr 25 Jahren mussten mein Mann und ich die Wohnung, in der wir uns sehr wohlfühlten, wegen Eigenbedarf verlassen. Wir wollten wieder eine Wohnung im Grünen und mit wenig Mietparteien. Wir fanden das, was wir suchten, mussten aber Abstriche machen. Wir mussten uns von 115 auf 80 qm beschränken. Die „gut-gemeinten“ Worte, dass eine kleinere Wohnung für das nahende Alter – mein Mann und ich waren zu diesem Zeitpunkt gerade mal 55 Jahre alt – angenehmer sei, konnten mich nicht recht trösten. Ich „fühlte“ mich in der Wohnung einfach nicht wohl und wollte wieder weg. Mein Mann war zufrieden, so wie es war und wollte bleiben. Was konnte ich tun?

Irgendwann sah ich in der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ das Bild eines Hauses, in dem ich wohnen wollte. Ich schnitt es aus und klemmte es im Wohnzimmer hinter den Schalter in dem Bewusstsein, dass die Energie der Abbildung mit der meines Wunsches, meines Fühlens und Denkens im Gleichklang war.

Da hing es nun und tat mehr, als tausend Worte tun können. Jeder konnte das Bild sehen, auch mein Mann. Und mein Mann war es dann, der die Wohnung verlassen wollte und unser neues Domizil fand.

Inzwischen leben wir schon einige Jahre auf ungefähr 140 qm Wohnfläche mit Blick auf den Möhnesee und Felder und Wälder, und genießen unser Hiersein jeden Tag auf‘s Neue.

Unzufriedenheit mit dem Istzustand reicht allein nicht aus.

Eine größere Wohnung wünschen reicht allein nicht aus.

Ich muss wissen, was ich will.

Mein Fühlen, Denken, Reden und Handeln muss in Übereinstimmung mit meinem Wollen sein.

Auf das, was ich will, sollte der Blick gerichtet sein — nie auf das, was ich nicht will.

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